BDSM-Flohmarkt am 2. April

Dieser Themenabend ist ein sehr praktischer: Wir veranstalten einen BDSM-Flohmarkt!

Dies gelingt aber nur, wenn auch genug Leute bereit sind, mitzumachen, zu verkaufen, Werbung zumachen und einzukaufen.

Also seit so lieb: postet, erzählt und verlinkt den Termin, mistet euer Spielzimmer oder den Kleiderschrank aus
und plündert euer Girokonto^^.

Damit wir eine Menge Spaß haben und einen erfolgreichen BDSM-FLOHMARKT abhalten können.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung!

Themenabend: Schlagwerkzeuge

Am 9. Januar fand der erste Themenabend des neuen Jahres statt. Es ging um Schlagwerkzeuge und viele Stammtischbesucher hatten so einiges an Anschauungsmaterial mitgebracht. Doch zuerst ging es um einen theoretischen Input zum Thema „Spanking“. Dazu kommt hier eine kurze Zusammenfassung:

Der Begriff „Spanking“ im BDSM

Dieser Begriff stammt von dem englischen Verb to spank (hauen, verhauen) und bezeichnet das Schlagen auf das entbößte oder bekleidete Gesaäß oder benachbarte Körperteile. Ein Spanking wird mit der flachen Hand oder diversen Gegenständen durchgeführt. Ursprünglich wurde dieser Begriff für eine körperliche Strafe in der Kindererziehung verwendet. Im BDSM wird vorausgesetzt, dass Spanking unter der Beachtung des Grundsatzes SSC (safe, sane, consensual) sowie mit Verwendung eines Safewords stattfindet.

Schlagzonen des Körpers

Gut geeignet für ein Spanking sind diejenigen Körperstellen, die durch eine kräftige Muskelschicht geschützt sind. Dies sind vor allem Pobacken, vordere Oberschenkel, der muskulöse Teil der Schulterpartie. Mit Einschränkungen eignen sich der mittlere Teil der Oberschenkel, der hintere oberer Unterschenkel, Fußsohlen und Oberarme.

Tabuzonen sollten sein

  • Kopf (insbesondere Augen, Ohren und Nase),
  • große Gefäße im Halsbereich und in der Leistengegend,
  • Lymph-Stränge im Achsel- und Leistenbereich,
  • Sehnen und Nerven,
  • Gelenke,
  • Nierengegend,
  • Hoden,
  • weibliche Brust.

Wichtig ist es, im Vorfeld zu einem Spanking abzuklären, ob irgendwelche gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen, die zu beachten sind.

Beispiele für Schlagwerkzeuge

Die Tawse (dt. Riemen) stammt aus Schottland, wo sie urprünglich zur Bestrafung an Schulen verwendet wurde. Schläge mit der Tawse erfolgten auf die Hände, bei Jungen auch auf das Gesäß. Sie besteht aus einem dicken, harten Stück Leder, das im vorderen Bereich in zwei (oder mehr) Zungen gespalten isr. Sie ist auch durch Kleidung hindurch spürbar.

Als Rohrstock eignen sich vor allem spanisches Rohr, Rattan und Thairohr; denn diese Materialien sind elastisch und biegsam. Ungeeignet ist dagegen Bambus, weil dieser scharf splittert. Auch der Rohrstock hat seine Ursprünge als Züchtigungsgerät an Schulen. Er hinterlässt charakteristische Doppelstriemen und ist regelmäßig zu wässern und zu fetten.

Eine Peitsche besteht aus Lederriemen oder Strick an einem Stiel. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurden Peitschen als Folter- und Bestrafungsgeräte verwendet. Es gibt verschiedene Arten von Peitschen, z. B. Geißeln, neunschwänzige Katzen, Klopf- oder Riemenpeitschen. Im BDSM sind Flogger aus weichen Materialien wie Wildleder verbreitet. Diese eigenen sich besonders zum Aufwärmen.

Paddle stammen aus den USA; dort waren/sind sie ein schulisches Bestrafungsinstrument. Ein Paddle ist ein Holzbrett aus möglichst hartem Holz mit einem Griffende. Manchmal werden Löcher hineingebohrt; durch die Verringerung des Luftwiderstandes entsteht ein größerer Schmerz.

Quellen

Matthias T.J. Grimme: Das SM-Handbuch.

Spanking

Tawse

Rohrstock

Peitsche

Paddle

 

Im Anschluss daran wurden exemplarisch die mitgebrachten Schlagwerkzeuge vorgestellt, gepriesen, zur Begutachtung herumgereicht…